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Grippeimpfung der Saison 2017/2018 – Jetzt impfen !!

Wer soll geimpft werden ?

Eine echte Virusgrippe (Influenza) ist keine einfache Erkältungskrankheit, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Insbesondere chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahre sowie Schwangere sollten sich impfen lassen, da bei diesen Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Erkrankung schwerwiegende Folgen hat. Für medizinisches Personal gilt die Impfempfehlung gleichermaßen, da durch die Vielzahl enger Patientenkontakte grundsätzlich eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Zudem besteht das Risiko, dass sie die Grippeviren an ihre Patienten weiter übertragen – eventuell sogar ohne dass es bemerkt wird.


Wann soll die Impfung stattfinden ?

Die Impfung gegen Grippe sollte jedes Jahr, vorzugsweise im Oktober oder November, durchgeführt werden. Nach der Impfung dauert es ca. 10 bis 14 Tage bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Auch eine spätere Impfung zu Beginn des Jahres ist meist noch sinnvoll. Insbesondere, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat.


Welcher Grippeimpfstoff ist sinnvoll ?

Derzeit bevorzugt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) in ihren Empfehlungen zur Grippeschutzimpfung keine bestimmte Kombination. Sie hat bislang keine Vorteile in einer Vierfachimpfung im Vergleich zu einer dreifachen Influenza-Impfung gesehen. Doch der Dreifach-Grippeschutz wackelt: Die STIKO diskutiert aktuell mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), ihre Impfempfehlung für die Influenzasaison 2018/2019 zu novellieren und dem Vierfachschutz den Vorzug zu geben.


Was empfiehlt die STIKO aktuell bei Grippe?

Die Geschichte der quadrivalenten Influenzaimpfstoffe (4-fach Impfstoff)  ist noch jung: Bis zur Saison 2012/2013 gab es ausschließlich trivalente Grippevakzine (3-fach Impfstoff). Erst mit der Grippesaison 2013/2014 kamen auch quadrivalente Impfstoffe in den Arzneimittelmarkt Deutschlands. Diese enthalten eine zusätzliche B-Virus-Variante. „In Saisons, in denen der B-Stamm in nennenswertem Umfang zirkuliert, der nicht im trivalenten Impfstoff enthalten ist, erscheint es plausibel, dass der quadrivalente Impfstoff einen umfassenderen Schutz bietet. Dies ist jedoch nicht in jeder Saison der Fall”, lautete seither die Einschätzung der STIKO zur Vierfachimpfung. Das Problem ist nur: Es ist nicht möglich, eine Voraussage zu treffen, in welchem Verhältnis die jeweilig aktuellen Grippestämme zirkulieren. Auch die Impfkommissionen anderer europäischer Länder setzen – wie die STIKO – aktuell auf die Dreifach-Grippeschutzimpfung.

Falls jedoch die B-Viren dominieren, wäre es ja sinnvoll, vor diesem Fall standardmäßig zu schützen. Laut der Ständigen Impfkommission diskutiert sie derzeit diese Überlegungen mit den Fachkreisen und dem Gemeinsamen Bundesausschuss. „Eine möglicherweise geänderte STIKO-Empfehlung würde ab der Influenzasaison 2018/2019 in Kraft treten”, heißt es beim RKI.


Wie impft man aktuell gegen Grippe?

Die meisten Menschen in Deutschland erhalten – sofern sie sich gegen Influenza impfen lassen – einen Dreifach-Impfstoff zum Schutz vor Grippe. Die trivalente Influenza-Impfung schützt vor zwei A-Stämmen des Influenzavirus und einem B-Stamm. Der für die Grippesaison 2017/2018 angepasste Grippeimpfstoff setzt sich entsprechend der WHO-Empfehlungen aus

  • A/Michigan/45/2015 (H1N1) – ähnlicher Stamm
  • A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2) – ähnlicher Stamm
  • B/Brisbane/60/2008 – ähnlicher Stamm

zusammen. Der tetravalente Impstoff bietet einen zusätzlichen Schutz vor einem weiteren B-Stamm, dem Influenzaviren B/Phuket/3073/2013 – ähnlicher Stamm.


Lesen Sie dazu auch den Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 25.10.2017

„Wirksamster Schutz kostet 20 Euro -Gesundheitsdienst Osnabrück fordert Vierfach-Grippe-Impfstoff“